Pressemeldung | Stadt / Kommune / Region - Wohnen Kompass für ein solidarisches Quartier

Das «ABC Realer Utopien» für eine progressive Stadtentwicklung

Kompass für ein solidarisches Quartier

Vom Kompass inspiriert, ist ein solidarisches Quartier entstanden – ein Quartier für Alle. Ein Quartier für die Vielen, für die immer wenig Platz war. In diesem orientieren sich Entscheidungen an radikaldemokratischen, ökologischen und sozialen Prinzipien. Wir sind ein neues Verhältnis zueinander und zur Gesellschaft eingegangen. Statt Konkurrenz und Vereinsamung praktizieren wir jetzt verschiedene Formen der Hilfe und Unterstützung untereinander. Das Unternehmen Stadt ist passé. Durch beharrliche Auseinandersetzungen zwischen Zivilgesellschaft und Stadt, Basisorganisierung und einem starken Optimismus konnte dieser Weg beschritten werden. Das Quartier als Möglichkeitsraum für eine Stadt für Alle hat durch seinen Modellcharakter und über Netzwerke eine Strahlkraft in die ganze Gesellschaft.
 

Es geht um das Knüpfen und Stärken nicht hierarchischer, egalitärer, solidarischer Beziehungsweisen, die die indifferenten und konkurrenten oder familistischen ersetzen und so auch das Verhältnis von privat und öffentlich ganz anders justieren. 

Bini Adamzcak

Während nach wie vor neue Rohrleitungen gelegt, Werkzeuge entwickelt und kreative Verbindungen geschaffen werden, stellt das ABC als Momentaufnahme einige Konzepte vor, die in ihrer Verbindung zentral für die Organisation eines Quartiers für Alle sind. Ideen und Konzepte für weitere realutopische Ansätze gibt es noch viele. Die hier aufgezeigten Texte des ABC’s beschreiben in Umrissen, wie eine Stadt funktionieren könnte, würden die ersten Realen Utopien in ihrer vollen Kraft umgesetzt werden. Deutlich wird dabei: Auch wenn Utopien real werden, bleibt noch genug zu tun, dann geht es erst richtig los! Neue institutionelle Formen müssen entwickelt und Modelle der Selbstverwaltung gefunden, die Produktion von Lebensmitteln müsste neu gedacht und gemacht, Fragen der Mobilität grundlegend diskutiert und Wohnen dürfte endgültig nicht mehr als Ware gehandelt werden. Vor allem muss mit gebündelten Kräften daran gearbeitet werden, dass der Neoliberalismus, als negativ konnotierte Utopie, keine zweite Chance bekommt – die hat er nicht verdient!

Dieses Faltblatt ist im Rahmen der Masterarbeit «Kompass für ein solidarisches Quartier - Reale Utopien für eine andere Stadtentwicklung» am Insitut für Humangeographie an der Goethe Universität Frankfurt in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen entstanden.

Autor*innen: Maximilian Hellriegel und Sara Schmitt Pacifico

Kontakt und weitere Informationen: solidarischerkompass@systemli.org