27. April 2019 Tagung/Konferenz Car Crash

Ratschlag gegen das Auto

Information

Veranstaltungsort

DGB-Haus Frankfurt
Wilhelm-Leuschner-Straße 69-67
60329 Frankfurt

Zeit

27.04.2019, 11:00 - 18:00 Uhr

Themenbereiche

Sozialökologischer Umbau, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Klimagerechtigkeit

Zugeordnete Dateien

In wenigen Monaten findet mit der IAA in Frankfurt eine der global wichtigsten Automessen statt. Unterdessen haben die Zwischenergebnisse der Verkehrskommission wie erwartet gezeigt, dass von der Bundesregierung keine effektive Klimapolitik zu erwarten ist. Doch wie nicht nur die dynamischen fridays-for-future-Schüler*innenstreiks zeigen, steigt der Druck angesichts der sich rasant zuspitzenden Klimakrise.
 
Daher: Der Kampf gegen die Kohle durch die Bewegung für Klimagerechtigkeit ist noch lange nicht beendet, da öffnet sich eine neue (aber auch alte) Front im Kampf für Klimagerechtigkeit und eine sozial-ökologische Transformation: gegen das Auto - oder besser noch: den Automobilismus.
Wo bis vor kurzem noch viele vereinzelte Projekte gegen das System Auto kämpften, können wir - im Nachgang zum so genannten Diesel-Skandal - zwar noch ganz schemenhaft, aber immer deutlicher die Umrisse einer breiten gesellschaftlichen Bewegung nicht nur für mehr Fahrradwege, oder besseren ÖPNV, sondern gegen den Automobilismus an sich erkennen.
 
Die Autoindustrie ist - neben dem Finanzsektor - die stärkste Fraktion des deutschen Wirtschaft und das Fundament des deutschen Export-Modells mit all seiner verheerenden ökonomischen, sozialen und ökologischen, europäischen und globalen Dimension. Eine sehr harte Nuss für Bewegungspolitik. Höchste Zeit daher (neue) Hebel gegen den Automobilismus anzusetzen. Von Fahrrad-Bürger*innenbegehren, Initiativen für kostenlosen ÖPNV, bis hin zu Massenaktionen, der Ratschlag möchte diese verschiedenen Dynamiken in einen fruchtbaren Dialog zu bringen.
 
Wir laden ein: Menschen aus sozialen Bewegungen, Initiativen und sonstigen Organisationen - aus dem Rhein-Main-Gebiet, bundesweit und auch von weiter weg.
 

Programm

  • 11 - 11:15 Uhr: Begrüßung und Logistics  
  • 11:30 - 12:45 Uhr: Eröffnungspodium: Und es bewegt sich doch! Der Autokapitalismus unter Druck
    Mit:
    Janna Aljets, Mobilitätsreferentin, Rosa-Luxemburg-Stiftung Brüssel
    Stephan Krull, ehem. Betriebsrat, VW Wolfsburg
    Violetta Bock, Initiative Nahverkehr für alle, Kassel
    Marion Tiemann, Mobilitätsreferentin, Greenpeace
    Moderation: Tadzio Müller, Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • 12:45 - 13:30 Uhr: Mittagessen 
  • 13:30 - 15:30 Uhr: Workshop-Phase I: Strategien gegen die Autogesellschaft

    1. Lokale Aktionen gegen die Autogesellschaft: Von Parking Days bis zu Fahrrad-Bürger*innenentscheiden
    Input: n.n. Radentscheid Frankfurt (angefragt); Urs Kleinert (attac Mobilitätskampagne)

    2. Just Transition: welche Rolle spielen die Arbeiter*innen im Kampf gegen das Auto?
    Input: Tom Adler (ehem. Betriebsrat Autoindustrie); Miguel Revilla (Betriebsrat/VK-Leiter Daimler UT); Tadzio Müller (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

    3. Kostenloser ÖPNV: warum gibt es den eigentlich nicht?
    Input: Violetta Bock, Initiative Nahverkehr für alle (Kassel) 
  • 15:30 - 15:45 Uhr: Pause
  • 15:45 - 17:15 Uhr: Workshop-Phase II: Wie sieht die Zukunft aus, die wir wollen?

    4. Straßen ohne Ende – Logistik- & Autoinfrastruktur ohne Alternative?
    Input: Friedhelm Ardelt-Theek , Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn Ffm; n.n., Bürgerinitiative «Für eine lebenswertes Neu-Eichenberg» gegen Bau eines Logistikzentrums (tbc); Alexis J. Passadakis (Attac)

    5. E-Mobilität: grüne Hoffnung, oder doch nur grüner Kapitalismus?
    Input: Laura Weis (Autorin Studie: Weniger Autos, mehr Gerechtigkeit)

    6. Klimaschutz nach Greta Thunberg: von einem Thema unter vielen zur obersten gesellschaftlichen Priorität.
    Input: Tadzio Müller, Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • 17:15 - 17:25 Uhr: Pause
  • 17:25 - 18 Uhr: Abschlussplenum: Was geht dieses Jahr?

Standort

Kontakt

Dr. Tadzio Müller

Referent Klimagerechtigkeit und Internationale Politik, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 430