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Publikation : Eine erlebbare Partei vor Ort

Was Neumitglieder der Partei DIE LINKE bewegt. Eine empirische Stichprobe

Wichtige Fakten

Reihe
Studien
Erschienen
Januar 2019

Details

Die Umbrüche im politischen Feld erreichen nun auch die vermeintliche Insel der Stabilität: die Bundesrepublik. Insbesondere der Aufstieg der radikalen Rechten und der Partei Alternative für Deutschland (AfD) schreckten auf. Viel Aufmerksamkeit wurde folgerichtig auf die Erklärung und das Begreifen des Phänomens verwendet, schließlich gewann die Partei zunehmend Wähler*innen aus allen gesellschaftlichen Gruppen und von allen in den Parlamenten vertretenen Parteien, auch von der LINKEN. Weniger Aufmerksamkeit wurde jedoch der LINKEN selbst gewidmet. Denn schließlich tut sich in der Gesellschaft mehr als nur ein Rechtsruck. Es kommt zu einer starken Polarisierung zwischen einem rechtsliberalen, kosmopolitisch-neoliberalen Block an der Macht und dem Block der antiliberalen radikalen Rechten, während sich parallel dazu ein dritter Pol von Kräften herausbildet, der für Demokratisierung und eine solidarische Lebensweise steht.

Rund 15.000 Neumitglieder konnte DIE LINKE in den vergan-genen zwei Jahren gewinnen, vor allem junge Leute (viele mit sogenanntem Migrationshintergrund, viele in sozialen Berufen tätig), die sich gegen die AfD und den grassierenden Rassismus wehren und sich für alltagsnahe politische Themen engagieren wollen. Erfahrungen sozialer Ungerechtigkeit sind dabei zentral. Dadurch ist die Partei, die lange Zeit als überaltert galt, eine andere geworden.

Aber wie wird diese Entwicklung von ihren Neumitgliedern gesehen? Was hat diese dazu überhaupt bewogen, in die Partei einzutreten? Welche „Klassengeschichten“ können sie erzählen? Was erwarten sie von der Partei und von ihrem eigenen Wirken in der Partei? Inwiefern greift die Partei aus Sicht von Neumitgliedern die richtigen Themen auf, verfolgt angemessene Taktiken und Strategien? Und wie können sich die Mitglieder die Partei besser zu eigen machen, inwiefern muss dafür das innere Parteileben anders organisiert, müssen Ressourcen anders verteilt werden? Die hier vorliegende empirische Stichprobe liefert diesbezüglich einige wichtige Anhaltspunkte.

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