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Publikation : Lieferketten und Welt-Kapitalismus

maldekstra #18: Entlang der globalen Waren- und Wertschöpfungsketten geschieht großes Unrecht

Wichtige Fakten

Reihe
maldekstra
Erschienen
März 2023

Details

Entlang der globalen Waren- und Wertschöpfungsketten geschieht großes Unrecht, gibt es viel Leid. Zugleich könnten sie Ausgangspunkt für soziale Aufwertung sein. Das jedoch muss erkämpft werden.

Globalisierung, Lieferketten, Menschenrechte – gegenwärtig ein Miss-, kein Dreiklang. Daran ändert auch das im Januar in Kraft getretene Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, kurz Lieferkettengesetz, nicht genug. Es ist ein Anfang, der deutsche Unternehmen in die Pflicht nimmt, die Menschenrechtslage entlang der Lieferketten zu verbessern. Von denen hatten sich zuvor in einem Monitoring des Auswärtigen Amtes rund 85 Prozent nicht bereit erklärt, freiwillige Selbstverpflichtungen im Rahmen eines Nationalen Aktionsplans einzugehen. Eine ehrliche Ansage, die verallgemeinerbar ist für das Agieren von Konzernen weltweit.

Zivilgesellschaften, Gewerkschaften, Arbeiter*innen entlang der Wertschöpfungsketten haben nun mehr Möglichkeiten, gegen ausbeuterische Unternehmenspraktiken vorzugehen. Wirklich Wirkung entfalten würde dies nur, wenn es ausreichend internationale Regelungen zum Schutz der Arbeitenden, der Umwelt und zur Wahrung der Menschenrechte gäbe. Davon sind wir weit entfernt. Und das wird es kampflos nicht geben.

Inhalt

  • Wie die Sache endet, ist nicht ausgemacht
    Real ist durch Krieg seit Beginn der 1990er Jahre nichts mehr gewonnen worden. Gespräch mit Lutz Brangsch

  • „Textilien verkörpern das Wesen des Kapitalismus“
    Ein Gespräch über das Lieferkettengesetz, seine Lücken und Tücken

  • Ketten der Macht
    Die Infrastruktur des Neoliberalismus – ein Mechanismus der Herrschaft

  • Ethisches Verhalten im globalen Wettbewerb?
    Nur die Humanisierung eines unerbittlichen Marktwettbewerbs

  • Verbindlichkeit schaffen
    Der UN-Treaty soll globale Regeln für die globale Weltwirtschaft multilateral gestalten

  • Unlösbarer Konflikt?
    Die Widersprüche zwischen Nationen und Kapital sind dem Wirtschaftssystem immanent

  • Gerichte als Arena
    ECCHR geht unkonventionelle Wege, um Menschenrechtsverletzungen juristisch und politisch zu bearbeiten

  • Vollmundige Versprechen, fehlende Veränderung
    In der Schokoladenindustrie wird besonders deutlich, warum die Einhaltung von Menschenrechten nicht der Industrie überlassen werden darf

  • Antriebswende
    Elektroautos sind ressourcenintensiv, und entlang der Wertschöpfungskette gibt es viele Ungerechtigkeiten

  • Ungeschliffen bis roh
    In der Diamantenverarbeitung Indiens zeigt sich, wie wenig die eigentlichen Produzent*innen vom Wert ihres Endprodukts haben

  • Meilenstein oder Blender?
    Europas entwaldungsfreie Lieferketten – ein Kompromiss gibt Anlass zur Hoffnung, reicht aber nicht aus

  • Bescheidene Aussichten
    Die Möglichkeiten, Rechte von Betroffenen einzuklagen, sind unzureichend

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