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14. März 2024: Diskussion/Vortrag : Das europäische Lieferkettengesetz: Fortschritt oder Flickenteppich?

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Gewerkschaftshaus Gießen, Dachsaal
Wallotstraße 17
35390 Gießen

Zeit
14.03.2024, 18:30 - 20:30 Uhr
Themenbereiche
Wirtschafts- / Sozialpolitik
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Nachdem sich der Bundestag für ein Lieferkettengesetz geeinigt hat, hat nun die EU nachgelegt. Die Europäische Kommission, das Parlament und der Rat haben sich auf einen EU-Lieferkettengesetz geeinigt, welches weitgehender als das Deutsche ist. Unternehmen ab einer Größe von 250 Beschäftigten sollen künftig strenger darauf achten, dass ihre Produkte in Übereinstimmung mit Menschenrechten, Klima- und Umweltschutz hergestellt werden. Folglich können Firmen in der EU für Kinder- oder Zwangsarbeit sowie für Umweltverschmutzung ihrer internationalen Lieferanten verantwortlich gemacht werden. Möglich wird auch, dass Unternehmen vor europäischen Gerichten bei Zuwiderhandlung zur Rechenschaft gezogen werden können.

Kritisiert wird allerdings, dass die Einigung bei den Klimapflichten für Unternehmen zu kurz greift und Unternehmen Möglichkeiten eines Greenwashings bietet. Ebenfalls wird kritisiert, dass der Finanzsektor eine Sonderbehandlung erhalten wird. Banken und Investoren werden nach dem Entwurf bei der Vergabe von Krediten und bei Investitionstätigkeiten nicht verpflichtet, auf Menschenrechte, Klima und Umwelt zu achten.

In dieser Veranstaltung wollen wir mit Desiree Becker, Helmut Scholz (MEP), Dr. Dr. Carolina A. Vestana (Universität Kassel) und weiteren Panelist:innen diskutieren, was notwendig ist, um endlich Umwelt- und Sozialdumping in den Lieferketten einen Riegel vorzuschieben. Die Moderation übernimmt Marie-Sophie Keller.

Eine Kooperationsveranstaltung der RLS-Hessen und RLS-Büro Brüssel.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

Telefon: 069 27135977

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